| Multiscale Modelling |
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Beispiele für Mehrphasenströmungssysteme 1. Oberflächenströmungen Derzeit existieren unterschiedliche numerische Ansätze zur Beschreibung der Bewegung bzw. der dynamischen Wechselwirkung mehrerer fluider Medien, wie z.B. Gase in Metallschmelzen, Luftblasen in wässrigen Kühlsystemen und Bioreaktoren, Tropfen in Sprays. So kann etwa die Wellenbewegung auf der Oberfläche von Flüssigkeiten mit einer „Front-Tracking“-Methode, z.B. der „Volume-Of-Fluid“ Methode (kurz VOF Methode) numerisch dargestellt werden. Zur Beschreibung der Bewegung von Tropfen und Blasen werden hingegen die „Discrete-Particle“- oder „Discrete-Droplet“-Methoden (kurz DPM oder DDM, auch unter dem Begriff Euler-Lagrange Methode bekannt) verwendet. 2. Erstarrung und Wachstum von Kristallen Die vielseitigste Methode im Bereich der Simulation von Mehrphasenströmungen ist das so genannte Euler-Euler Verfahren, das eine wechselseitige Durchdringung von mindestens zwei stark interagierenden und gemischten Fluiden voraussetzt. Die Entwicklung von diskreten Phasen im tragenden Medium kann stochastisch durch die „Population-Balance“-Methode (kurz PBM) beschrieben werden. Beispiele hierfür sind Nukleation, Wachstum und Sedimentation von Kristallen bei der Erstarrung, Einspritzung von flüssigem Krafttstoff in den Brennraum von Motoren oder Transport eines Luft/Wasser-Gemisches in Kühlkreisläufen. 3. Dynamische Gestaltsveränderung: Im Fall der dynamischen Gestaltsveränderung wird speziell die Interaktion von zwei oder mehreren verschiedenen Medien (z.B.: Festkörper mit Fluid, siehe Herzmuskelkontraktion) betrachtet. Die numerische Darstellung erfolgt durch die so genannte Fluid-Struktur-Interaktion (FSI) Methode. Man beschäftigt sich mit der Auswirkung und gegenseitigen Beeinflussung vorgenannter Medien, wobei sich diese Beeinflussung dynamisch ändern kann. Dies kann z.B. zur Deformationen von Festkörpern führen, was wiederum sehr starken Einfluss auf die vorhandene Strömung und Wirbelbildung hat. Die Methode der dynamischen Gestaltsveränderung kann nach entsprechender Erforschung mit der Mehrphasenströmung verknüpft werden. Hier wäre es möglich, die Abweichungen von umflossenen Festkörpern so zu modellieren, dass z.B. die Phasenaustauschprozesse wie Kavitation oder Luftblasendurchmesserentwicklung von lokaler Gestaltsveränderung beeinflusst werden können. Wissenschaftliche Herausforderungen Konkret gibt es derzeit eine Reihe wissenschaftlich/technischer Herausforderungen im Bereich der Simulation von Mehrphasenströmungen, die nur durch intensive grundlegende Forschungsarbeiten gelöst werden können. Dazu zählen:
Objekten (dynamische Veränderungen von Größenverteilungen);
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